Forderungen

1.    Es fördert das Kindeswohl, wenn beide Eltern nach der Trennung für das Kind präsent bleiben.

2.    Der kontinuierliche Kontakt mit dem getrennt lebenden Elternteil muss für das Kind garantiert werden.

3.    Eltern müssen in die Pflicht genommen werden, im Kindesinteresse die gemeinsame Sorge und Erziehung des Kindes aufrechtzuerhalten.

4.    Jugendämter und Familiengerichte sollen verstärkt innovativ arbeiten, um Kindern beide Eltern als Bezugspersonen zu erhalten.

5.    Die Bereitschaft der Eltern zur Teilnahme an Beratungen muss verstärkt gefördert werden.

6.    Unverzügliche und konsequente Umsetzung und Durchsetzung getroffener Vereinbarungen und  rechtskräftiger Entscheidungen.

7.    Tatsächliche Gleichstellung von ehelichen und nichtehelichen Kindern, d. h. auch gemeinsames Sorgerecht für beide Elternteile eines nichtehelichen Kindes ab Geburt.

8.    Der Anspruch des Kindes auf weit reichenden, möglichst hälftigen Kontakt mit beiden Elternteilen wie auch der Anspruch beider Eltern auf eine gelebte Beziehung zu ihren Kindern muss in Gesetzgebung und Rechtsprechung gestärkt werden.

9.    Wir brauchen eine Umorientierung in der Familienrechtspraxis: Bisher wurden die Rechte des Kindes überwiegend dadurch garantiert, dass man meist der  Mutter alle Rechte zuordnete. Das Recht des Kindes auf beide Eltern muss umgesetzt werden.

10. Sorgerecht ist das Recht des Kindes auf Umsorgt werden. Daraus ergibt sich für beide Eltern die Verpflichtung zur Sorge.

11. Eingriffe des Staates sind nur angebracht bei Pflichtverletzung und wenn ein Elternteil den Kontakt des Kindes zum anderen Elternteil beeinträchtigt (fehlende Bindungstoleranz) zugunsten des kompromissbereiten Elternteils.

12. Forderung von befriedenden Verfahren bei Streitigkeiten um die Sorge, welche den Konsens fördern.